Das Projekt

Im Auftrag der Königlichen Museen zu Berlin führten Otto Rubensohn und Friedrich Zucker während der Jahre 1906–1908 gezielte Grabungen nach Papyri und Handschriften auf der Nilinsel Elephantine an der Südgrenze Ägyptens durch. Dabei wurden insgesamt 632 Papyri, 367 Ostraka, 7 Holztafeln, 5 Palmrippen u.a. gefunden, die heute Teil der Papyrussammlung des Berliner Ägyptischen Museums sind.

Im Rahmen des neuen Forschungsprojektes an der Berliner Papyrussammlung mit dem Titel: Die ägyptische und orientalische „Rubensohn-Bibliothek von Elephantine“. 4000 Jahre Kulturgeschichte einer altägyptischen Insel wurden diese rund 1000 philologischen Objekte, im folgenden „Rubensohn-Bibliothek“ genannt, restauriert, wissenschaftlich aufgearbeitet und in digitalisierter Form der Fachwissenschaft öffentlich zugänglich gemacht werden (Online-Datenbank). Die schriftlichen Zeugnisse aus Elephantine decken eine Zeitspanne von ca. 4000 Jahren ab und sind in fünf verschiedenen Sprachen und Schriften überliefert (Hieratisch, Demotisch, Aramäisch, Griechisch, Koptisch, Arabisch).

(siehe Verena M. Lepper. 2012. Die ägyptische und orientalische „Rubensohn-Bibliothek“ von Elephantine. 4000 Jahre Kulturgeschichte einer altägyptischen Insel, in: Verena M. Lepper (Hrsg.), Forschung in der Papyrussammlung. Eine Festgabe für das Neue Museum, Ägyptische und Orientalische Papyri und Handschriften des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung Berlin 1, Berlin: Akademie Verlag, S. 497–508, hier S. 502.)

Das Projekt wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin.


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